Die Angst vor dem Blackout – Stehen wir mal ohne Strom da?

Wer sich die politischen Pläne hinsichtlich des Atomausstiegs und dem Abbau von Kohlekraftwerken ansieht, fragt sich womöglich, wie wir diese Energielücke schließen sollen. Verstärkt wird das üble Gefühl durch den schleppenden Ausbau und die niedrigen Quote an regenerativen Energien innerhalb des deutschen Stromixes. Heutzutage ist eine zuverlässige Stromversorgung unerlässlich und muss auch in Zukunft garantiert werden, doch wie soll dieses Ziel erreicht werden?

Allgemein steht die Forderung an Unternehmen im Raum, weiter in Kohle- und Gaskraftwerke zu investieren, um deren Effizienz zu erhöhen und sie „sauberer“ zu machen. Zusätzlich wird der Ausbau von erneuerbaren Energieträgern vorangetrieben, um mit ihnen 2020, 25-30% der erforderlichen Energie zur Stromerzeugung abzudecken. Es bleibt allerdings noch offen, wie das restliche Energieloch gefüllt werden soll. Unter Berücksichtigung der energiepolitischen Ziele sind die Ausweichmöglichkeiten auf eine Hand voll beschränkt. Weiterhin auf Kohlekraftwerke zu setzten ist aufgrund der steigenden Zertifikatsbelastung langfristig nicht möglich und widerspricht dem Hauptziel der Bundesregierung – der Senkung der Treibhausgase. Erdgas verbrennt zwar vergleichsweise emissionsarm, muss aber zu über 80% importiert werden und unterliegt starken Preisschwankungen (Verdreifachung des Preises in den letzten 10 Jahren). Investitionen in Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen sind ein zwiespältige Angelegenheit. Einerseits kann die, bei der Herstellung von Strom entstandene, Wärme z.B. für die Beheizung von Wohngebäude genutzt werden, andererseits geht die Nachfrage nach Wärme mit dem zunehmenden Durchbruch von Niedrigenergiehäusern zurück. Die Antwort scheint eigentlich klar zu sein: nur mit der Laufzeitverlängerung der Kernenergie kann eine klimaschonende, sichere und wirtschaftliche Stromerzeugung garantiert werden. Jedoch bleibt abzuwarten, welche Marschrichtung die Politik hier vorgibt.

Eins ist jedoch sicher: der Ausbau von umweltfreundlichen Kraftwerken und alternativen Energien muss vorgetrieben werden, damit wir zukünftig nicht im Dunkeln tappen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*